Diese Seite drucken

Jean-Paul Beffort (Deutschland)

Jean-Paul BeffortJahrgang 1955, Transpersonaler-Coach und Seminarleiter. Ausbildung in Psychosynthese, langjährige Selbsterfahrung und Fortbildung in Gestalttherapie, Psychodrama, Holotropes Atmen. Studium und Erfahrung verschiedener spiritueller Systeme der asiatischen Mysterien, der Arkanschule (Alice Bailey) und des Schamanismus. Seit 1987 in eigener Praxis und als Seminarleiter tätig. Mitbegründer und Dozent an der "Schule für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie". Autor des Buchs "Kreis der Wandlungen", in Neuerscheinung im Fabrica-Libri Verlag.

Die Schritte des Vergebungsprozesses

Wahrhaftige Vergebung ist weit mehr als nur zu vergeben. Wir können nicht einfach vergeben, weil es notwendig ist für das Vergessen, denn Vergeben ist ein innerer Transformationsprozess. Dieser Prozess führt uns durch verschiedene persönliche Schichten und zum Ausstieg aus unserer Opferrolle. Der Vergebungsprozess bedeutet inneres Wachstum, Heilung und Öffnung für die wunderbaren Fügungen unseres Lebens.

Wenn wir uns schuldig gemacht haben an Menschen oder an Tieren oder uns aus Mangel an Selbstkenntnis oder Selbstwertgefühl schuldig fühlen, entsteht ein Gefühl von Trennung und Angst. Dadurch treten wir in einen Kreislauf oder eine Spirale von Angriff und Abwehr, von Täter und Opfer ein, was wiederum unsere Schuldgefühle verstärkt. So werden wir zum Opfer oder zum Täter. Der Opfer-Täter-Archetyp ist in unser aller Leben tief verwurzelt; sein Einfluss auf unser kollektives Bewusstsein ist immens. Seit undenklichen Zeiten agieren wir unser Opferdasein in allen Facetten unseres Lebens in der Überzeugung aus, es sei fundamentaler Bestandteil menschlichen Daseins oder wir werden zum Täter um die innere Schuld abzuwehren.

Dadurch blockieren wir Lebensenergie, die nicht mehr frei fließen kann und die wie ein stehendes Gewässer anfängt in uns zu faulen. Dies zeigt sich in Hass, Wut, Zorn, Depression und Trauer. Erst wenn wir uns diesen "inneren Dämonen" wirklich gestellt und diese in uns gefühlt haben, können sich die tiefen Lebensenergieblockaden lösen und als legitime Gefühle frei durch den Körper fließen. Damit wäre der erste Schritt hin zu Vergebung und Heilung getan. Wir können die eigene Lebendigkeit wieder spüren. Die freigesetzten Energien führen in einen tiefen befreienden Transformationsprozess, der in Vergebung mündet und uns aus unserer Täter-Opferrolle befreit. Wir gelangen zu der Erkenntnis, dass das gesamte Leben einem spirituellen Plan unterliegt, der in sich vollkommen ist und alles, was uns im Leben widerfährt kein Zufall ist, sondern in Resonanz zueinander steht. Erst wenn der Mensch dieses erkennt, kann er zu wahrem inneren Frieden finden.

Die Kraft der Vergebung kann Individuen, Partnerschaften, Familien, Gesellschaften, ja ganze Nationen heilen.

In dem Workshop werden Wege aufgezeigt, wie wir uns auf transpersonalem Wege aus der Täter-Opferrolle befreien können, um schädliche, festgehaltene Lebensenergiemuster zu echter Vergebungs- und Liebesfähigkeit zu transformieren.