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Einladung

nicht nur für EUROTAS Mitglieder

Liebe Freunde auf der ganzen Welt,

Vitor Rodrigueswir bereiten gerade unsere nächste EUROTAS Konferenz vor. Sie hat das Thema: "Vergebung und Versöhnung: Der Weg zu einer Weltkultur des Friedens und der Leichtigkeit. Konflikt, Terror und Liebe aus transpersonaler Perspektive." Eine sympathische Gruppe, die Ingo Benjamin Jahrsetz koordiniert, empfängt uns alle vom 20. bis 23. September in Freiburg im Breisgau zu einem weiteren großartigen gemeinschaftlichen Erlebnis. Wir werden uns mit der Gewalt in der gegenwärtigen Welt beschäftigen und dem Umgang mit ihr. Weltweit bekannte Sprecher und Sprecherinnen halten Vorträge und leiten Workshops. Die Themen sind weitreichend und eine Herausforderung. Ich werde an dieser Stelle aber nur einige Richtungen aufzeigen.

Wir wissen alle, dass wir in einer gewalttätigen Welt leben. Der immense Schadstoffausstoß repräsentiert gewissermaßen die enorme menschliche Aggression gegen die Natur - und gegen uns selbst als Teil von ihr. Stillschweigend werden jeden Tag Millionen von Tieren geschlachtet, mitten in unseren Städten. Wir sind mit unserer Vergangenheit als "homo homini lupus" (der Mensch ist des Menschen Wolf) nicht glücklich, aber das extreme Leiden, das wir gegenwärtig der Erde und ihren Kreaturen aufzwingen bleibt unbeachtet.

In gewisser Weise stützen sich unsere großen Städte auf das Entsetzen von Tieren und wer mit manchen Forschungen der transpersonalen Psychologie vertraut ist, kann diese Tatsache nicht ignorieren, weil tierisches Bewusstsein ... eben Bewusstsein ist und deshalb kollektiv mit unserem Bewusstsein und unserem täglichen unbewussten Leiden verbunden. Auch wenn wir denken, wir seien zivilisiert. Wir können tief im Inneren der Gewalt und ihren Ursprüngen graben und wir werden tiefe Wurzeln finden in unserer persönlichen Geschichte von Aggressionen, Erniedrigungen und Liebesentzug (nicht zu vergessen vergangene Leben), aber auch in unserer kollektiven Geschichte und unserer gegenwärtigen Kultur. Wenn wir das Radio anmachen, Fernsehprogramme oder Internetseiten anschauen, wenn wir Zeitungen lesen, wenn wir die Lernmethoden und die Lehrpläne unserer Schulen betrachten: wir finden Gewalt. Wenn wir die Wege industrieller Profite dieser gewalttätigen Welt verfolgen, nehmen wir dunkle Interessen wahr, die ihre Beiträge dazu leisten. Wir können auch unserer Vergangenheit Schuld geben und der Jahrtausende währenden Herrschaft räuberischer Stämme. Wir werden immer wieder herausfinden, dass der evolutionäre Gewinn aus unserer Vergangenheit unser Verhängnis ist.

Wir haben derart große Zerstörungskapazitäten - und zeitgleich so herrliche, erleuchtete Ausführungen in der Philosophie, den Wissenschaften, den Künsten ... und wir können uns immer noch dahin flüchten.

Wir müssen also unsere Art und Weise des Tuns verändern. Wir müssen unsere kulturelle Stimmung ändern und lernen, mit der in uns wohnenden Aggressivität umzugehen, mit der Gewalt, die wir kultivieren, der Gewalt, die in uns kultiviert wurde, der Gewalt, die wir erhalten und nähren, weil wir uns weigern, das zu vergeben, was uns angetan wurde und was wir anderen angetan haben. Die Pioniere, die Kultivierer und die Forscher im Transpersonalen Feld wissen von der alten Antwort, die von Visionären und Propheten aller Zeiten gegeben wurde und wird und diese Antwort ist Liebe. Biologisch gereifte Liebe, wissenschaftlich und experimentell kultiviert in jeder Person mittels Erziehung und Unterricht, gleich von der Anfangszeit der Konzeptbildung und Prägung an, um die Entwicklung unseres Gehirns mit den Möglichkeiten der Empathie, Sympathie und des sozialen Verhaltens anzureichern; transpersonale Liebe, die gleichzeitig wissenschaftlich und experimentell kultiviert wurde, indem jeder von uns zu einer bewusst lebenden Seele heranwächst, die in Kontakt ist zu der allgegenwärtigen Seele. Terror, Ärger und Hass anzuschauen steht deshalb in einer Reihe mit der Propagierung von Liebe und Mitgefühl; sich und anderen zu vergeben ist der wesentlichste Bestandteil. Wie vergeben wir und wie unterstützen wir die Liebe? Diese Konferenz wird darauf einige Antworten geben. Ich kann momentan nur sagen, dass meine klinische Erfahrung mich lehrte, den kleinen Attila in mir zu finden und den kleinen entstandenen Hitler, der meine Wege möglicherweise lenkt, und diese Entdeckung mir hilft, Attila und Hitler zu vergeben.

Ich lade Euch alle ein zu kommen und diese Themen mit uns anderen zu teilen. Die Konferenz will, wie die vorherigen, ein weiterer großartiger Moment der Liebe und des Wissens werden, entsprechend unserem Versuch, miteinander gemäß der bestmöglichen Art umzugehen, die die menschliche Rasse anzubieten vermag.

Nun zu einem eher praktischen Thema: falls Du zu einer westlichen Assoziation gehörst und Du Schwierigkeiten hast, die Kosten aufzubringen, bitte kontaktiere mich und/ oder Rumold Mol (von der niederländischen Assoziation). Vielleicht finden wir einen Weg.

Vitor Rodrigues, PhD

Präsident der EUROTAS